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Wie immersive Audioformate die berufliche Weiterbildung verändern können

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

👉 In dieser GainTalents-Folge spreche ich mit Norma Bräutigam und Tim Beichter vom Fraunhofer IAO darüber, wie immersive Audioformate die berufliche Weiterbildung verändern können. Im Mittelpunkt steht das Audioverse, ein KI-gestütztes Lernformat, das Wissen mit Hilfe von Storytelling, Stimmen, Geräuschen und räumlichem Klang erlebbar macht. Wir sprechen darüber, wie Unternehmen damit personalisierte Lerninhalte entwickeln können, welche Rolle KI-Agenten und wissenschaftlich geprüfte Inhalte spielen und warum Lernen künftig stärker „hands-free“ und „eyes-free“ gedacht werden könnte.


🙏Herzlichen Dank an Norma und Tim für das sehr gute Gespräch und die interessanten Einblicke in dieses neue Format für Weiterbildung.




👉 Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch mit Norma und Tim:


  • Audio kann Weiterbildung aus der Bildschirmwelt lösen. Gerade nach einem langen Arbeitstag am Bildschirm können immersive Audioformate eine interessante Alternative bieten. Lernen kann beispielsweise beim Spazierengehen, auf Bahnfahrten oder bei automatisierten Tätigkeiten stattfinden.

  • Audioverse geht deutlich über einen klassischen Podcast oder ein Hörbuch hinaus. Lerninhalte werden individuell auf Wissensstand, Lernziel und Bedarf der jeweiligen Person zugeschnitten und in eine immersive Geschichte eingebettet.

  • Storytelling soll Wissen erlebbar machen. Statt eine Situation lediglich zu beschreiben, werden Lernende akustisch in eine konkrete Situation versetzt. Dadurch können Inhalte emotionaler und näher an einer tatsächlichen Erfahrung vermittelt werden.

  • KI ermöglicht eine deutlich stärkere Personalisierung. Im Audioverse arbeiten mehrere KI-Agenten zusammen: vom Profiling der Lernenden über die Wissensaufbereitung und Dramaturgie bis zur Audioerstellung und einem digitalen Mentor, der das Gelernte anschließend vertiefen kann.

  • Die Qualität des Wissens ist entscheidend. Unternehmensinterne Inhalte können mit wissenschaftlichen Publikationen, Studien und externen Quellen kombiniert werden. Gleichzeitig sorgen Prüfmechanismen dafür, dass keine halluzinierten KI-Inhalte ungeprüft in die Weiterbildung gelangen.

  • Audio nutzt bereits bestehende Gewohnheiten. Menschen konsumieren ohnehin regelmäßig Audioinhalte. Der Ansatz besteht deshalb nicht darin, ein völlig neues Lernverhalten zu etablieren, sondern bestehende Hörgewohnheiten für Weiterbildung nutzbar zu machen.

  • Multitasking hat Grenzen. Immersives Lernen funktioniert besonders dann gut, wenn es mit Tätigkeiten kombiniert wird, die weitgehend automatisiert ablaufen. Anspruchsvolle parallele Tätigkeiten können dagegen den Lernerfolg beeinträchtigen.

  • Unternehmen sollten vom konkreten Lernproblem ausgehen. Entscheidend ist zunächst die Frage: Welches Wissen soll vermittelt werden, welche Zielgruppe soll erreicht werden und wann hat diese Zielgruppe tatsächlich Zeit und Aufmerksamkeit zum Hören?

  • Technologie sollte sich an das Unternehmen anpassen – nicht umgekehrt. Audioverse ist bewusst nicht als starre Plattform angelegt, sondern kann mit den vom Unternehmen zugelassenen LLMs, Tools und Sicherheitsanforderungen kombiniert werden.

  • Besonders spannend sind Anwendungsfälle, bei denen Wissen unmittelbar mit einer konkreten Situation verbunden werden kann – beispielsweise Onboarding, Cybersecurity, Datenschutz, Arbeitssicherheit, Fachvokabular oder technische Weiterbildung.


👉 Mein wichtigstes Learning dieser Folge:

Wir sollten Weiterbildung nicht länger nur danach gestalten, welche Inhalte wir vermitteln wollen. Wir sollten viel stärker fragen: Wann, wo und wie können Menschen überhaupt gut lernen?



Shownote-Links Nora und Tim


Links Hans-Heinz Wisotzky: 

Bücher:

Neu (jetzt überall zu kaufen): Die perfekte Employee Journey und Experience

Erste Buch: Die perfekte Candidate Journey und Experience

 
 
 

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