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Hast Du Dein Führungsmandat schon eingefordert?

  • vor 11 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

👉 In der GainTalents-Folge 463 spreche ich mit Prof. Dr. Cathrin Eireiner darüber, warum die formale Ernennung zur Führungskraft noch lange kein wirksames Führungsmandat bedeutet.

Wir sprechen über die drei Quellen eines Führungsmandats. Hierzu gehören die Legitimation durch die eigene Führungskraft, die Akzeptanz durch das Team und die innere Erlaubnis, die Führungsrolle tatsächlich anzunehmen. Cathrin zeigt, warum diese drei Ebenen immer wieder neu geklärt werden müssen und weshalb fehlende Mandatsklarheit häufig zu mehr Kontrolle, mehr Abstimmung und letztlich zu Überforderung führt.


🙏 Herzlichen Dank an Cathrin für die vielen fundierten Erkenntnisse, konkreten Impulse und den sehr gelungenen Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Führungspraxis!




👉Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch mit Cathrin:

  • Eine Führungsposition löst zunächst nur das formale Zuordnungsproblem. Wirksame Führung entsteht erst, wenn Legitimation von oben, Akzeptanz von unten und Selbstmandat von innen zusammenkommen.

  • Ein Führungsmandat muss kontinuierlich geklärt werden. Aufgaben, Verantwortung, Entscheidungsräume und Ressourcen verändern sich – auch wenn die Stellenbezeichnung gleich bleibt.

  • Für das formale Mandat braucht es klare Antworten auf zentrale Fragen: Was verantworte ich? Was nicht? Was darf ich selbst entscheiden? Welche Ressourcen stehen mir zur Verfügung und woran wird mein Erfolg gemessen?

  • Das psychologische Mandat entsteht durch „Claiming and Granting“: Führung muss sichtbar beansprucht werden, gleichzeitig aber vom Team auch gewährt werden. Entscheidend dafür sind unter anderem Kompetenz, Vertrauen, Verlässlichkeit und die Qualität der Beziehungen.

  • Das Selbstmandat ist die innere Erlaubnis, tatsächlich Führungskraft zu sein – und nicht lediglich Kollegin oder Kollege mit zusätzlichen Aufgaben. Zweifel, hohe eigene Ansprüche oder die Sorge vor Beziehungsverlust können dieses Selbstmandat schwächen.

  • Ein Blick in den eigenen Kalender zeigt sehr deutlich, wie Führung tatsächlich stattfindet. Ein Kalender voller Kontrolle, Ad-hoc-Klärungen und operativer Eingriffe deutet darauf hin, dass strukturelle Führung zu kurz kommt.

  • Das Ziel sollte sein, weniger über persönliche Präsenz und Zuruf zu führen und stattdessen Rollen, Regeln, Prioritäten und Entscheidungsräume so zu gestalten, dass Führung auch dann wirkt, wenn die Führungskraft nicht anwesend ist.


👉 Besonders treffend fand ich Cathrins Schlussgedanken: Ein Führungsmandat, das man nicht selbst ausfüllt, bleibt nicht unbesetzt – es wird irgendwann vom eigenen Chef, vom Team oder vom Tagesgeschäft ausgefüllt.



Shownote-Links Prof. Dr. Cathrin Eireiner


Links Hans-Heinz Wisotzky: 

Bücher:

Neu (jetzt überall zu kaufen): Die perfekte Employee Journey und Experience

Erste Buch: Die perfekte Candidate Journey und Experience

 
 
 

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